11 Juni 2014 - 05:11
Russland kritisiert EU-Baustopp für “South-Stream”-Projekt

Der russische Vertreter bei der EU, Vladimir Chizhov, hat den Beschluß der EU für einen Baustopp des russischen South Stream-Gaspipeline-Projektes, kritisiert.

Chizov sagte am Montag, dass die EU unter amerikanischem Druck Bulgarien zu dem Baustopp veranlaßt habe. Zu den Reportern sagte er, dass es schwer zu verstehen sei, dass die EU-Komission nur aus politischen Gründen den Beginn eines wichtigen Bauabschnittes des South Stream-Projektes in Bulgarien stoppen will. Weiter fügte er hinzu, dass die direkte Wahrung der US-Politik durch die Europäer, die derzeitige Situation auf einen Prüfstein stelle.

Bulgarien hatte bekannt gegeben, dass das unterzeichnete Abkommen für den Pipeline-Bau nicht mit den derzeitigen europäischen Standpunkten übereinstimme.

Der bulgarische Ministerpräsident  Plamen Orescharski gab bekannt, dass auf seine Anordnung alle Arbeiten an diesem Projekt vorerst eingestellt werden. Weiteren Berichten zufolge habe auch Serbien die Arbeiten an seinem Projektabschnitt eingestellt.

Russland liefert rund 50 Prozent des Gasbedarfes in der Ukraine sowie rund 30 Prozent des Gesamtbedarfes Europas. Die russischen Gaslieferungen nach Europa laufen über Pipelines auf ukrainischem Boden. Mit dem South Stream-Projekt soll die Ukraine umgangen werden.